Die ersten warmen Frühlingstage des Jahres waren für den Weinbauverein Bestensee ein gelungener Saisonauftakt 2026: wir haben den neuen Wein verkostet und den Rebschnitt durchgeführt.

Sonnenrot und kristallklar – so präsentierte unser Winzer Ingo Hanke, was inzwischen aus den Trauben der Ernte 2025 geworden ist. Eine Abordnung des Weinbauvereins hatte sich am letzten Februarsonnabend in Jessen dem unstrittigen Vergnügen der Weinverkostung hingegeben und fuhr danach nicht nur sehr überzeugt von der Qualität des Endproduktes, sondern auch leicht angeheitert wieder nach Bestensee zurück. Weil das Weinjahr 2025 durch späte Fröste wieder nicht optimal verlaufen war und wir weit weniger Trauben abgeliefert htten als im Rekordjahr 2023, wurden die drei weißen und die beiden roten Rebsorten jeweils als Cuvée ausgebaut. Das tut der Qualität der Weine am Ende jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: besonders die beiden roten Rebsorten Pinotin und Cabernet Cortis ergänzen sich hervorragend zu einem Wein mit wunderbar fruchtigem Buquet, angenehmer Restsäure und einer Farbe wie ein Sonnenuntergang.  Die Verkoster hatten je nach individuellem Geschmack Himbeer- oder Erdbeeraroma auf der Zunge und schöne Erwartungen auf die kommenden Sommerabende auf dem Weinberg im Sinn. Der weiße Cuvée aus den Sorten Johanniter, Solaris und Cabernet Blanc, die im Mai 2025 besonders hart vom Spätfrost getroffen worden waren, hinterließ bei den Verkostern einen frischen, fein herben, aber keineswegs säuerlichen Geschmack im Mund und präsentierte sich optisch kristallklar mit einem leichten Ton ins Gelbe.

Himmelblau – diese Farbzuschreibung bezieht sich – nein nicht auf den Zustand der Helfer -, sondern auf vier strahlend schöne Tage Anfang März, an denen die sehr wichtige Arbeit des Rebschnitts im Weinberg bewältigt wurde. Hier wird die spätere Ernte neben dem Wetter ganz maßgeblich beeinflusst. Deshalb war eine gründliche Einweisung aller Helfer nötig.  Und weil alle Beteiligten ihre Aufgabe sehr erst nahmen, waren Fachtermini wie „Tragrute“ und „Zapfen“ die häufigsten Begriffe, die an diesen vier Tagen zwischen den Rebstockreihen zu hören waren. Unbedingt sei hier erwähnt, dass neben Vereinsmitgliedern diesmal auch Gäste beim Rebschnitt geholfen haben, so dass die Arbeit schneller als in manchem Jahr zuvor erledigt war. Vielen Dank allen Beteiligten!

Weiter geht es jetzt kontinuierlich mit Unterstockpflege, Bodenbearbeitung und regelmäßigen Laubarbeiten. Gefühlt ist nun bis zur Lese ständig etwas zu tun im Weinberg und deshalb ist jede helfende Hand herzlich willkommen! Da die Natur die Arbeitsabläufe bestimmt, werden die Einsätze allerdings oft sehr kurzfristig bekanntgegeben.