Foto: Weinbauverein

… aber wer am Sonnabend, dem 4. Juli, zu „Weingenuss mit Freunden“ auf den Weinberg kam, musste schon gute Gründe haben. Guter Wein? Fröhliche Geselligkeit? Stimmungsvolle Erinnerungen an frühere Feste? Egal! Jene knapp 50 Gäste, die es bei mehr als schlechter Wetterprognose gewagt hatten, fühlten sich jedenfalls unter Regenschirm und Zelt offensichtlich so wohl, dass einige trotz anhaltenden Regens bis zum Einbruch der Dunkelheit blieben. Am Abend zuvor sah der Himmel noch ganz anders aus – strahlend schön nämlich – und dementsprechend voll war es auf dem ehemaligen Mühlenberg von Bestensee wieder. Ebenso wie drei Wochen zuvor, als viele Gäste bei der beliebten Brandenburger Landpartie begrüßt werden konnten.
Dicht daneben waren unsere etwa 3000 Rebstöcke vermutlich zufrieden über eine Wasserspende aus höheren Gefilden. Ein Hang in sonniger Südlage ist zwar ideal für den Weinanbau, aber selbst Tiefwurzler wie Rebstöcke brauchen (wie Weinliebhaber) gelegentlich etwas Feuchtigkeit. Im Zusammenspiel mit Wärme kann es dann passieren, dass die Triebe eines Rebstocks bis zu 50 cm in der Woche wachsen. Das sprießende Leben freut den Hobbywinzer, bringt aber auch wieder mehr Arbeit mit sich, denn die Kraft der Pflanzen soll in die Trauben fließen, nicht vorrangig ins Laub. Also wird „gegipfelt“, heißt die Triebe werden gekürzt.
Unsere Rebstöcke haben nach einem langen, kühlen Frühjahr kräftig angesetzt, die zahlreichen Trauben wachsen gut und wir hoffen nach zwei eher mäßigen Ertragsjahren auf eine üppige Ernte 2026. Doch bis dahin kann noch viel passieren! Weinanbau ist eben immer von der Natur geprägt, wenn wir unseren Reben auch gern mit viel Handarbeit etwas auf die Sprünge helfen.
Und wann sehen wir uns wieder auf dem Weinberg? Natürlich zu „Weingenuss mit Freunden“ am 7. und 8. August jeweils ab 17 Uhr! Dann wird auch der neue Wein des Jahrgangs 2025 ausgeschenkt. Und der funkelnde Rosé ist wahrlich nicht nur ein Hingucker, sondern … ach probieren Sie ihn doch einfach selbst, liebe Weinfreunde!
Halten wir es also mit dem großen Genießer Goethe: „Für Sorgen sorgt das liebe Leben. Und Sorgenbrecher sind die Reben.“